Der Begriff des Polsters stammt aus dem südlichen deutschen Sprachraum und ist zunächst ein Synonym für Kissen. Schon im europäischen Spätmittelalter begann man, Holzmöbel durch Polsterungen bequemer zu gestalten. Die Handwerker dafür waren in der der Zunft der Sattler organisiert. Polstermöbel, allem voran Polsterbetten, stehen für den Gipfel an Behaglichkeit und Bequemlichkeit. Selbst gesundheitsbewusste Menschen, die auf Ernährung und Sport achten, vernachlässigen häufig die enorme gesundheitliche Bedeutung des Schlafes, obwohl dieser knapp 35 Prozent unserer Lebenszeit in Anspruch nimmt – und gottlob tut er das: Im Schlaf entschlacken wir toxische Stoffe, verarbeiten psychisch die Tagesgeschehnisse und tanken die nötige Kraft für die Aufgaben des kommenden Tages. Ein gemütliches und heimeliges Polsterbett bietet die besten Voraussetzungen dafür. Wie unsagbar bedeutsam der Schlaf ist sieht man daran, dass Schlafentzug eine leider auch heute noch angewandte Foltermethode ist. Der Mensch braucht Schlaf, ohne ausreichend Schlaf geht er zugrunde. In dem postmodernen Roman Schlafes Bruder (1992) von Robert Schneider begeht der Protagonist Elias Alder sogar Suizid, indem er sich schwört, nie mehr zu schlafen. In modernen Polsterbetten ist Schlaflosigkeit schlichtweg unmöglich. Elegante Polsterbetten sind wohnlich und flauschig und geben dem Schlaf die Bedeutung, die er in unserem Leben haben sollte.